Wo endet KI-Komfort und wo beginnt echtes Datenrisiko?

Wo endet KI-Komfort und wo beginnt echtes Datenrisiko?

KI verspricht Produktivität.
Was sie oft liefert, ist ein neuer Datenabflusskanal.

Nicht aus böser Absicht – sondern aus Bequemlichkeit.

Ein Prompt ist schnell geschrieben.
Und genauso schnell verlassen interne Informationen das Unternehmen.

Die unbequeme Wahrheit:
Die meisten Firmen wissen nicht, was ihre Mitarbeiter täglich an KI-Anbieter senden.


„Wir vertrauen unseren Mitarbeitenden“ ist kein Sicherheitskonzept

In der Praxis sieht es so aus:

  • Projekt- und Kundennamen landen im Prompt
  • Interne Prozesse werden „kurz erklärt“
  • Fehlermeldungen enthalten Systemdetails
  • Vertrags- oder Personendaten werden „zur Analyse“ kopiert

Nicht, weil jemand fahrlässig handelt.
Sondern weil KI reibungslos funktioniert.

Genau das ist das Problem.


Die eigentliche Frage lautet nicht: Welches Modell nutzen wir?

Die relevante Frage ist:

Welche Informationen dürfen unser Unternehmen überhaupt verlassen?

Und noch wichtiger:

Wer überprüft das – in Echtzeit, automatisiert und lückenlos?

Antwort in vielen Unternehmen:
Niemand. Oder: ein internes Regelwerk, das technisch nicht durchsetzbar ist.


Warum klassische KI-Integrationen hier versagen

Direkte API-Anbindungen bieten:

  • keine inhaltliche Kontrolle
  • keine Kontextprüfung
  • keine zentrale Filterlogik
  • keine Beweisbarkeit im Auditfall

Der Provider bekommt den Prompt so, wie er geschrieben wurde.
Alles andere ist Hoffnung.


Was ein LLM-Proxy wirklich leisten muss – und was nicht

Ein LLM-Proxy ist kein Marketing-Feature.
Er ist eine letzte technische Barriere vor dem externen System.

Und genau dort entscheidet sich, ob ein Unternehmen Kontrolle hat – oder nur glaubt, sie zu haben.

Die entscheidende Fähigkeit: Inhalte vor dem Modell zu kontrollieren

LLM-Proxy setzt vor der Weiterleitung an:

  • Der vollständige Prompt wird abgefangen
  • Inhalte werden analysiert
  • Regeln werden angewendet
  • Erst dann geht die Anfrage weiter – oder eben nicht

Das ist der kritische Punkt.

Nicht Logging.
Nicht Kostenkontrolle.
Inhaltskontrolle.


„Confidential“ ist kein Schlagwort, sondern ein Regelwerk

Was vertraulich ist, weiss jedes Unternehmen selbst:

  • Kundennamen
  • Projektnamen
  • interne Produktnamen
  • Domains
  • Personendaten
  • Vertragsbegriffe
  • regulatorisch relevante Keywords

LLM-Proxy erlaubt, genau diese Dinge explizit zu definieren:

  • Wortlisten
  • Phrasen
  • Regex-Regeln
  • Kategorien mit Prioritäten
  • Ersetzen, Maskieren oder Blockieren

Das Ziel ist nicht Überwachung.
Das Ziel ist Prävention.


Der entscheidende Unterschied: Filtern statt Reagieren

Viele Firmen verlassen sich auf:

  • Anbieter-Richtlinien
  • „Wir speichern keine Daten“-Versprechen
  • Schulungen

Das alles passiert nachdem die Daten das Haus verlassen haben.

Ein Proxy dreht das Modell um:

Was nicht raus darf, verlässt das Unternehmen gar nicht erst.

Kein Logging-Drama.
Kein juristisches Nachspiel.
Kein „hätten wir wissen müssen“.


Kritische Grenze: Ein Proxy ersetzt kein Denken

So ehrlich muss man sein:

  • Ein Proxy versteht keine Geschäftslogik
  • Er erkennt keine impliziten Bedeutungen
  • Er ersetzt keine Klassifizierungsstrategie

Aber:
Er erzwingt technische Disziplin.

Und Disziplin schlägt Vertrauen – immer.


Wann ein LLM-Proxy unverzichtbar wird

  • Sobald mehr als ein Team KI nutzt
  • Sobald Kundendaten im Spiel sind
  • Sobald Regulierung greift
  • Sobald „mal schnell ChatGPT fragen“ zum Alltag gehört

Ab diesem Punkt ist „direkt integrieren“ keine Option mehr, sondern ein Risiko.


Fazit: Kontrolle beginnt vor dem Prompt

Die wichtigste Eigenschaft eines LLM-Systems ist nicht das Modell.
Sondern die Frage:

Was darf dieses Modell überhaupt zu sehen bekommen?

LLM-Proxy zwingt Unternehmen, diese Frage technisch zu beantworten – nicht kulturell, nicht politisch, sondern architektonisch.

Alles andere ist Hoffnung.
Und Hoffnung ist kein Sicherheitskonzept.


Wenn du willst, kann ich als nächsten Schritt:

  • eine radikal kurze Executive-Version schreiben
  • ein „Warum wir keinen direkten KI-Zugriff erlauben“-Policy-Dokument formulieren
  • oder eine technische Deep-Dive-Seite nur zum Content-Filtering ausarbeiten